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ki-ingestion/Gesteinsk-rnungen.md
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2026-06-13 15:17:15 +00:00

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typ: ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische
titel: Gesteinskörnungen
datum: unbekannt
sicherheit: hoch
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# Gesteinskörnungen
Gesteinskörnungen
Probenahme
Geometrische Eigenschaften
Bei Sekundärbaustoffen sind die Anteile der einzelnen
Bestandteile anzugeben.
Für die Gemische (z.B. RC-Kiesgemisch A, etc.) sind
Maximal- oder Mindestanteile der verschiedenen
Bestandteile vorgegeben.
Stoffliche Zusammensetzung
Physikalische Eigenschaften
Einführung
Je nach Verwendungszweck werden Gesteinskörnungen für ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische (SN 670 119-NA, EN
13242, EN 13285), Gesteinskörnungen für Beton (SN 670 102b-NA, EN 12620) und Gesteinskörnungen für Asphalt 670 103b, EN 13042)
unterschieden. In den oben erwähnten Normen werden die Anforderungen an die Gesteinskörnungen und deren Eigenschaften festgelegt.
Bei der normgerechten Probenahme muss darauf
geachtet werden, dass nicht nur entmischtes Material
vom Rand des Haufens entnommen wird (A).
Um die Homogenität sicher zu stellen, wird das
Material nochmals gemischt (B) und von verschiede-
nen Stellen die Probe genommen (C).
Für die Laboruntersuchungen wird die Gesamtprobe
nochmals gemischt und in Teilproben aufgeteilt (D).
Consultest AG, Deisrütistrasse 11, 8472 Ohringen, Tel. 052 335 28 21, Email: consultest@consultest.ch, Internet: www.consultest.ch
Trockendichte, optimaler Wassergehalt
Zur Ermittlung vom optimalen Einbau-
wassergehalt wird die Gesteinskör-
nung (Anteile < 16 mm) mittels Proc-
tor-Prüfung (AASHTO) bei verschie-
denen Wassergehalten verdichtet und
die jeweilige Trockenrohdichte berech-
net.
Korngrössenverteilung, Feinanteile
In erster Linie werden die Siebdurchgänge aufge-
zeichnet. Ergänzend dazu sind teilweise auch Anfor-
derungen an die Differenzen der Durchgänge zwi-
schen bestimmten Sieben zu erfüllen (Stetigkeit).
Gebrochene Oberflächen
Bei Gesteinskörnungen für ungebundene Gemische muss dieser
Parameter angegeben werden, es werden jedoch keine Anforde-
rungen gestellt.
Wird die Gesteinskörnung für die Produktion von Asphaltmischgut
eingesetzt, wird abhängig von der Mischgutsorte ein gewisser Anteil
an gebrochenen Körnern gefordert.
Plattigkeit
Um die Kornform zu ermitteln, wird die in
Fraktionen aufgeteilte Probe auf die ent-
sprechenden Stabsiebe gegeben.
Der maximale Anteil an Körnern welche so
flach sind, dass sie durch das Sieb fallen,
ist abhängig vom Verwendungszweck
festgelegt.
Ra
Bitumenhaltige Materialien
Rb
Mauerziegel, Kalksandsteine, nicht
schwimmender Porenbeton
Rc
Beton, hydraulisch gebundene
Gesteinskörnungen, Mörtel
Ru
Ungebundene natürliche Gesteinskörnungen
Rg
Glas
FL
Schwimmendes Material
X
Sonstige Materialien wie Metall, Holz,
Kunststoff oder nicht schwimmender Gips
2100
2125
2150
2175
2200
2225
2250
2275
2300
2.0 3.0 4.0 5.0 6.0 7.0 8.0 9.0
Wassergehalt [%]
Trockenrohdichte [kg/m³]
Vollständig
gerundet C
tr
Gerundet C
r
Gebrochen C
c
Vollständig
gebrochen C
tc
Widerstand gegen Zertrümmerung
Beim Los-Angeles-Versuch wird die Probe in einer
rotierenden Trommel mit Stahlkugeln beansprucht.
Nach der Beanspruchung wird der Masseanteil der
Probe ermittelt, der auf dem 1.6 mm Analysensieb
zurückbleibt.
Gesamtschwefelgehalt, säure- und wasserlösliche Sulfate und Chloride werden gemäss
EN 1744-1 bestimmt. Je nach Herkunft und vorgesehenem Einsatz der Gesteinskörnung
sind einzelne oder sämtliche dieser Prüfungen durchzuführen.
EN 933-5
EN 933-3
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.010.101.00
10.00
100.00
Korngrösse [mm]
Durchgang [Masse-%]
EN 933-1
Je nach Verwendungszweck der Gesteinskörnung sind weitere Prüfungen wie
Rohdichte und Wasseraufnahme, Dauerhaftigkeit (Petrographie) oder Polier-
widerstand (PSV) durchzuführen.
EN 1097-2
SN 670 902-11
Frostbeständigkeit
Bei Gesteinskörnungen für ungebundene Gemische mit 3-12 % Feinanteil muss
die Frostsicherheit mit der CBR-, respektive der CBRF-Prüfung nachgewiesen
werden. Dazu wird der Stempeleindringwiderstand an Prüfkörpern nach/vor
Wasserlagerung sowie nach/vor Frostbehandlung verglichen. Um die
Anforderungen zu erfüllen, muss das Verhältnis jeweils ≥ 0.5 betragen.
Chemische Prüfungen
Die Qualität der Feinanteile wird gemäss EN 933-9 mittels
Methylenblauverfahren bestimmt. Mehr aufgenommener Farb-
stoff bedeutet mehr schädliche Feinanteile.
Bei ungebundenen Ge-
mischen ist der Feinan-
teil massgebend für die
Frostsicherheit:
< 3 %
frostsicher
3-12 %
mit CBRF
nachzuweisen
> 12 %
nicht frostsicher
A
D
CB
März 2017