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ki-ingestion/erneuerung-einer-Talsperre.md
T
2026-06-14 12:58:29 +00:00

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Raw Blame History

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---
typ: WASSERBAU
titel: erneuerung einer Talsperre
datum: keine Angabe
sicherheit: hoch
---
# erneuerung einer Talsperre
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 1
1. AUFGABE (W ASSERBAU)
Eine Talsperre musste, aufgrund von erkannten Baumängeln, erneuert werden. Dafür
wurde das Wasser vollständig aus dem Stausee (Abbildung 1) abgelassen. Nach
Abschluss der Arbeiten soll der Stausee wieder gefüllt werden. Dabei wird
angenommen, dass der Stausee durch einen einzigen Zufluss gefüllt wird. Das
Stauziel der Talsperre liegt bei 51 Metern über der Gründungssohle.
Das 12 Meter breite Rechteckgerinne, welches den Stausee speist, hat eine mittlere
Rauigkeit von k
St
= 45 m
1/3
/s. Die mittlere Wassertiefe liegt bei 99 Zentimetern. Das
Energieliniengefälle kann mit einem Wert von 0,0003 [-] abgeschätzt werden.
Abbildung 1: Vereinfachter Grundriss des Stausees (nicht maßstabsgetreu!)
1) Berechnen Sie die Zeitdauer in Stunden, die es dauern würde, den Stausee nur
mithilfe des natürlichen Zuflusses des Ihnen bekannten Flusses bis zum Stauziel
zu füllen.
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 2
Die Krone der Talsperre erstreckt sich über eine Länge von 221 Metern, darin sind fünf
Hochwasserentlastungen integriert, die vereinfacht als Wehrüberfälle angesehen
werden können. Diese haben jeweils eine Breite von 5 Metern.
Aus Messungen erhalten Sie die in Abbildung 2 dargestellte Beziehung zwischen
Überfallhöhe h
Ü
und Abfluss Q
ges
aus den Hochwasserentlastungen.
Abbildung 2: Beziehung zwischen Überfallhöhe h
Ü
und Abfluss Q
ges
aus den
Hochwasserentlastungen
Tabelle 1: Überfallbeiwerte in Abhängigkeit der Wehrkrone (nach Schneider,
1998: Bautabellen für Ingenieure)
Ausbildung der Wehrkrone Überfallbeiwert
scharfkantig 0,50
rundkronig 0,75
2) Schätzen Sie anhand der gegebenen Angaben ab, ob die Wehrkronen scharfkantig
oder rundkronig (siehe Tabelle 1) ausgebildet sind.
Bearbeitungshinweise zu Wasserbau B Rechnung:
- Rechnen Sie auf 3 Nachkommastellen genau!
- Weitere Zuflüsse in den Stausee können vernachlässigt werden.
- Gehen Sie davon aus, dass der Abfluss über die gesamte Zeitdauer konstant ist.
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 3
Ergebnisse:
Volumen bis Stauziel = 6.172.530 m³
t = 206.395 h
B,ges = 25 m
Q für μ = 0,5: 67,812 m³/s
Q für μ = 0,75: 101,718 m³/s
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 4
2. AUFGABE (W ASSERBAU)
Im Rahmen der Planung einer Renaturierungsmaßnahme erhalten Sie den Auftrag,
den Abfluss in einem geplanten Fließquerschnitt zu berechnen. Es handelt sich um ein
Trapezprofil (siehe Abbildung 3). Durch Messungen vor Ort haben Sie die folgenden
Daten erhalten (siehe Tabelle 2).
Abbildung 3: Fließquerschnitt
Tabelle 2: Kenngrößen des Fließgewässers
Breite der Profilsohle b [m] 6,0
Fließgefälle I [‰] 0,5
Strickler-Beiwert kst [m
1/3
/s] 40,0
Böschungsneigung 1:m 1:2
Wasserstand bei Normalabfluss h [m] 3,5
Kritische Fließgeschwindigkeit für
Geschiebetransport [m/s]
2,0
Kritische Sohlschubspannung [N/m²] 10,0
1) Berechnen Sie die fehlenden geometrischen Kenngrößen und ermitteln Sie den
Normalabfluss bei gegebenem Wasserstand.
2) Überprüfen Sie, ob eine eindeutige Aussage darüber getroffen werden kann, ob die
Gewässersohle in Bewegung ist.
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 5
Im weiteren Verlauf der Planung wird die Rauheit des Gewässers durch
Sohlauflockerungen und den Einbau von Bepflanzungen in den Gerinneufern
verändert. Die neuen Strickler-Beiwerte sind in Abbildung 4 dargestellt. Die
Geometriewerte können aus dem bisherigen Aufgabenteil (s. vorherige Seite)
übernommen werden.
Abbildung 4: Fließquerschnitt mit veränderten Rauheiten
1) Ermitteln Sie den neuen Strickler-Beiwert für den Fließquerschnitt.
2) Berechnen Sie die prozentuale Änderung der Fließgeschwindigkeit im Vergleich
zur vorherigen Aufgabe (Aufgabe 2, Frage 1).
Ergebnisse:
v = 1,47 m/s
Q = 66,77 m³/s
tau = 10,31 N/m²
kst, ges = 30,14 m^1/3/s
V nimmt um 25% ab
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 6
THEORIEFRAGEN (W ASSERBAU )
1) Was ist die Hauptaufgabe eines Tosbeckens?
2) Nennen Sie die vier Schritte der Entwicklung eines Altwassers.
3) Welche Vor- und Nachteile weisen Staudämme gegenüber Staumauern auf?
Nennen Sie je zwei Beispiele!
4) Der theoretisch mögliche Wertebereich des Wirkungsgrads ƞ reicht von 0 bis 1
bzw. von 0 % bis 100 %. Kann in der Praxis ein Wirkungsgrad von 1, bzw. von
100 % erreicht werden? Begründen Sie Ihre Antwort!
5) Mit welcher wasserbaulichen Anlage werden in Wasserkraftanlagen die
Druckstöße in den Rohrleitungen vermindert?
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 7
1. AUFGABE (W ASSERWIRTSCHAFT )
In einem kleinen Einzugsgebiet im Sauerland soll die Wasserversorgung einer Stadt
langfristig sichergestellt werden. Hierfür soll Wasser aus einem nahegelegenen Fluss
genutzt werden. Zur Umsetzung dieses Vorhabens muss eine neue Talsperre gebaut
werden. Monatlich sollen aus der Talsperre 190.500 m
3
Wasser an Industriebetriebe
und 696.500 m
3
Wasser an Privatverbraucher abgegeben werden (die Abgaben sind
über das Jahr konstant). Die Talsperre erfüllt darüber hinaus aufgrund von Retention
auch eine Hochwasserschutzwirkung.
Aufgaben:
1. Berechnen Sie zunächst den erforderlichen Nutzraum S
N
der Talsperre, um die
abzugebenden Wassermengen zur Verfügung stellen zu können. Nutzen Sie zur
Berechnung Tabelle 3. In dieser Tabelle finden Sie auch die gegebenen
monatlichen Zuflüsse. Der Ausgleichsgrad α der Talsperre beträgt 0,84.
2. Berechnen Sie den aus der Hochwasserschutzwirkung entstehenden Nutzen für
die Unterlieger der Talsperre. Nutzen Sie hierfür Tabelle 4. Eine
Schadenshochrechnung für ausgewählte Hochwasserscheitel finden Sie in
Tabelle 5. Gehen Sie wie folgt vor:
a. Ermitteln Sie zunächst die in Tabelle 5 fehlenden Werte der Schäden mit
und ohne Talsperre auf Basis der in Tabelle 3 und 4 gegebenen Daten.
Interpolieren Sie linear.
b. Berechnen Sie die Schadenserwartungswerte mit und ohne Talsperre.
c. Berechnen Sie den jährlichen Nutzen aufgrund der
Hochwasserschutzwirkung der Talsperre. Geben Sie das Ergebnis in
Tausend € an.
Hinweise:
Schäden treten erst ab einem Abfluss von 90 m
3
/s auf. Der maximale Schaden
beträgt 4,5 Mio. €.
Berechnen Sie Aufgabe 2 auf 3 Nachkommastellen genau.
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 8
Tabelle 3: Monatliche Zuflüsse zur geplanten Talsperre.
Monat
(-)
Jahr
(-)
Monatssumme
Zufluss
(10
3
m
3
)
Januar 2014 1610,06
Februar 2014 1215,56
März 2014 696,73
April 2014 512,35
Mai 2014 1042,76
Juni 2014 968,80
Juli 2014 859,25
August 2014 658,20
September 2014 676,75
Oktober 2014 1023,59
November 2014 1560,56
Dezember 2014 1848,70
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 9
Tabelle 4: Schadenshochrechnung für ausgewählte Hochwasserscheitel.
Abfluss
(m
3
/s)
Schaden
(Mio. €)
90,0 0,61
98,5 0,77
107,3 1,22
114,1 1,88
163,0 4,50
Tabelle 5: Berechnung der zu erwartenden Schäden
mit und ohne Talsperre (TS).
Jährlichkeit
(a)
(1/a)
HQ ohne TS
(m
3
/s)
HQ mit TS
(m
3
/s)
Schaden
ohne TS
(Mio. €)
Schaden
mit TS
(Mio. €)
2 0,5 66,0 0,0 0,000 0,000
5 0,2 82,7 0,0 0,000 0,000
10 0,1 90,5 23,5 0,619 0,000
20 0,05 98,0 32,2 0,761 0,000
50 0,02 107,9 51,7 1,278 0,000
100 0,01 115,5 60,3 0,000
200 0,005 123,2 102,6 2,368
500 0,002 140,5 132,4 3,294 2,860
1000 0,001 155,8 155,8 4,114 4,114
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 10
Ergebnisse:
Abgabe insgesamt = 887 10
3
m
3
/ Monat
Teilausgleich (α = 0,84) mit konstanter Sollabgabe, also Beginn der Bilanzierung in
dem Monat, in dem QZ erstmalig < QA ist  März
MQ = 1056,11 10
3
m
3
Monat Jahr
Monatssumme
Zufluss
(10
3
m
3
)
QA
(10
3
m
3
)
ΣΔQZ
(10
3
m
3
)
ΣΔQA
(10
3
m
3
)
ΣΔQZ
ΣΔQA
(10
3
m
3
)
Januar
2014 1610,06 887 - - -
Februar
2014 1215,56 887 - - -
März
2014 696,73 887 -359,38 -169,11 -190,27
April
2014 512,35 887 -903,14 -338,22 -564,92
Mai
2014 1042,76 887 -916,48 -507,33 -409,16
Juni
2014 968,80 887 -1003,80 -676,43 -327,36
Juli
2014 859,25 887 -1200,66 -845,54 -355,11
August
2014 658,20 887 -1598,57 -1014,65 -583,92
September
2014 626,75 887 -1977,93 -1183,76 -794,17
Oktober
2014 988,59 887 -2010,45 -1352,87 -657,58
November
2014 1360,56 887 -1506,00 -1521,98 15,98
Dezember
2014 1848,70 887 - - -
Erforderlicher Nutzraum S
N
= 794,17 ∙ 10
3
m
3
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 11
Berechnung des entstehenden Nutzens
Lineare Interpolation der 2 fehlenden Werte:
1: f(x=115,5) = 1,955
2: f(x=102,6) = 0,980
Schadenserwartungswerte ohne und mit TS berechnen (unten stehende Abbildung ist
nur zur visuellen Darstellung, nicht nötig für die Lösung der Klausuraufgabe)
Schadenserwartungswert ohne Talsperre: SE ohne = 0,139554 = 0,140 Mio. €
Schadenserwartungswert mit Talsperre: SE mit = 0,016004 = 0,016 Mio. €
Jährlicher Nutzen: SE ohne SE mit = 0,140 Mio. € 0,016 Mio. € = 0,124 Mio. €/a
Nutzen = 124 tausend €
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 12
2. AUFGABE (W ASSERWIRTSCHAFT )
Eine Talsperre kann jährlich 20 Mio. m
3
Wasser für die Nutzung von Trinkwasser oder
für die Stromerzeugung verwenden. 8 Francis-Turbinen stehen für die
Stromerzeugung zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Talsperre können 2.100 Stunden
Arbeit pro Jahr für den Betrieb der Turbinen und die Trinkwasseranlage aufwenden.
Für den effizienten Betrieb einer Turbine sind jährlich 550.000 m
3
Wasser und 220
Arbeitsstunden notwendig. Für die Nutzung von 0,7 Mio. m
3
als Trinkwasser werden
120 Arbeitsstunden gebraucht. Für den jährlich erzeugten Strom, der mit einer Turbine
erzeugt wird, erhält der Betreiber der Talsperre 320.000 €. Die Bereitstellung von 0,7
Mio. m
3
Trinkwasser bringt dem Betreiber jährlich Einnahmen von 270.000 €.
Aufgabe:
1. Der optimale Betrieb der Talsperre soll mit einer linearen Programmierung
bestimmt werden, um den Gewinn des Betreibers zu maximieren. Sie sollen
den Beginn der Rechnung vornehmen, damit ein anderer Mitarbeiter die
Rechnung später fortsetzen kann.
Bestimmen Sie die folgenden Größen:
• Definition der Variablen
• Definition der Zielfunktion
• Aufstellen der Restriktionen
• Aufstellen des Simplex-Tableaus
• Bestimmung des Pivot-Elements
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 13
Lösung:
Definition der Variablen:
1
x
: Anzahl der betriebenen Turbinen
2
x
: Menge an Wasser zur Verwendung als Trinkwasser
Zielfunktion:
1 2
320 270Z x x= +
(vereinfachend in T€ gerechnet) 
1 2
320 7 02 0Z x x =
Restriktionen:
(1)
1 2
220 120 2100x x+ ≤
(Arbeitsstunden)
(2)
1
8x ≤
(Anzahl Turbinen)
(3)
1 2
0,55 0, 7 20x x+ ≤
(verfügbares Wasser in Mio. m
3
)
(4)
1 2
, 0x x ≥
(Nicht-Negativitätsrestriktion)
Vereinfachte Restriktion (1) zu
1 2
2, 2 1, 2 21x x+ ≤
Aufstellen des Simplex-Tableaus:
j → 0 1 2
i ↓
NBV+RS
→ BV ↓
RS x1
x2
0 Z 0 -320 -270
1 y1
21 2,2 1,2
2 y2
8 1 0
s3 y3
20 0,55 0,7
Wahl Pivotspalte 
0
min( ) min(0, 320, 270) 320
j
PS a= = =
 j=s=1
Wahl Pivotzeile 
0
21 8 20
min min , , 8
2, 2 1 0,5
i
is
a
PZ
a
 
 
= = =
 
 
 
 
 i=r=2
 Pivotelement
21
1
rs
a a= =
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 14
3. AUFGABE (W ASSERWIRTSCHAFT )
Ein Stausee hat eine Kapazität von 4 Millionen Kubikmetern und soll für Wasserkraft
genutzt werden. Der Speicher wird vierteljährlich durch Wassermanagement verwaltet.
Die Zuflüsse in den vier Quartalen betragen: 1, 2, 3 und 2 Millionen Kubikmeter. Die
Turbine hat eine maximale Durchflusskapazität von 3 Millionen Kubikmetern pro
Quartal. Um den Stausee effizient für die Wasserkraft zu managen, kann die Menge
des in jedem Quartal abgelassenen Wassers angepasst werden. Das abgelassene
Wasser erzeugt Energie und generiert dabei Gewinn. Die Gewinne je nach
Abgabemenge finden Sie in Tabelle 6:
Tabelle 6. Gewinn, der pro Abgabemenge erzielt wird.
Abgabe [10
6
m
3
] Gewinn [10
5
€]
0 0.0
1 1.0
2 1.8
3 2.5
Der Anfangs- und End-Füllstand des Stausees soll bei 3 bzw. 2 Millionen Kubikmetern
Wasser bleiben.
Aufgaben:
1. Nennen Sie die Entscheidungsvariable und die Zustandsvariable.
Entscheidungsvariable: Wasserabgabe
Zustandsvariable: Wasservolumen im Speicher / Stausee
2. Erstellen Sie einen Plan für die Wasserabgabe über ein Jahr an, um maximalen
Gewinn zu erzielen. Nutzen Sie dafür die folgenden Tabellen 7 bis 10.
Maximaler Gewinn: 7.9
Ausgabeplan: 2, 2, 2, 3 oder 2, 2, 3, 2 oder 2, 3, 2, 2 oder 3, 2, 2, 2 (einer genügt)
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 15
Detaillierter Lösungsweg:
Schritt 0: Information extrahieren:
- Entscheidungsvariable: Abgabemenge 𝑥𝑥
o 𝑥𝑥 > 0
o 𝑥𝑥 ≤ 3 (Turbine hat eine maximale Durchflusskapazität von 3 Mio. m
3
)
o 𝑥𝑥 ∊ (0, 1, 2, 3)
- Zustandsvariable: Wassermenge im Speicher 𝑆𝑆
o 𝑆𝑆 > 0
o 𝑆𝑆 ≤ 4 (Stausee hat eine Kapazität von 4 Mio. m
3
)
o 𝑆𝑆 ∊ (0, 1, 2, 3, 4)
- Resultat: Gewinn 𝑟𝑟
o Tabelle 6
- Systemfunktion: 𝑆𝑆
𝑖𝑖
= 𝑆𝑆
𝑖𝑖−1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
𝑖𝑖
𝑥𝑥
𝑖𝑖
Schritt 1. DP-Tabelle der Endstufe (4) berechnen
- Schon in Tabelle 7 gegeben
Schritt 2 DP-Tabelle von Stufen 3, 2 und 1 berechnen
- DP-Tabelle der Stufe 3 steht in Tabelle 8 zur Verfügung
Schritt 2-1 DP-Tabelle der Stufe 2 berechnen (Tabelle 9)
- 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
= 2 (Die Zuflüsse in den vier Quartalen betragen: 1, 2, 3 und 2 Mio m
3
)
Schritt 2-1-1 Resultat (𝑅𝑅
2
) berechnen
𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
- 𝑆𝑆
1
hat fünf Optionen: 𝑆𝑆
1
∊ (0, 1, 2, 3, 4) in Annahme
- 𝑥𝑥
2
hat vier Optionen: 𝑥𝑥
2
∊ (0, 1, 2, 3) in Annahme
Wenn 𝑥𝑥
2
= 0, 𝑟𝑟
2
= 0 (aus Tabelle 6)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 0
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 0 + 2 0 = 2
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 2, 𝑅𝑅
3
= 4,3
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 0 + 4.3 = 4,3 (Tabelle 9 Spalte 3 Reihe 1)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 1
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 1 + 2 0 = 3
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 3, 𝑅𝑅
3
= 5
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 0 + 5 = 5 (Tabelle 9 Spalte 3 Reihe 2)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 2
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 2 + 2 0 = 4
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 4, diese Option ist nicht möglich
o Leer (Tabelle 9 Spalte 3 Reihe 3)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 3
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 3 + 2 0 = 5
o 𝑆𝑆
2
= 5 ∉ (0, 1, 2, 3, 4), diese Option ist nicht möglich
o Leer (Tabelle 9 Spalte 3 Reihe 4)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 4
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 16
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 6 + 2 0 = 6
o 𝑆𝑆
2
= 6 ∉ (0, 1, 2, 3, 4) , diese Option ist nicht möglich
o Leer (Tabelle 9 Spalte 3 Reihe 5)
Wenn 𝑥𝑥
2
= 1, 𝑟𝑟
2
= 1 (aus Tabelle 6)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 0
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 0 + 2 1 = 1
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 1, 𝑅𝑅
3
= 3,6
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 1 + 3,6 = 4,6 (Tabelle 9 Spalte 4 Reihe 1)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 1
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 1 + 2 1 = 2
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 2, 𝑅𝑅
3
= 4,3
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 1 + 4,3 = 5,3 (Tabelle 9 Spalte 4 Reihe 2)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 2
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 2 + 2 1 = 3
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 3, 𝑅𝑅
3
= 5
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 1 + 5 = 6 (Tabelle 9 Spalte 4 Reihe 3)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 3
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 3 + 2 1 = 4
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 4, diese Option ist nicht möglich
o Leer (Tabelle 9 Spalte 4 Reihe 4)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 4
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 6 + 2 1 = 5
o 𝑆𝑆
2
= 6 ∉ (0, 1, 2, 3, 4) , diese Option ist nicht möglich
o Leer (Tabelle 9 Spalte 4 Reihe 5)
Wenn 𝑥𝑥
2
= 2, 𝑟𝑟
2
= 1,8 (aus Tabelle 6)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 0
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 0 + 2 2 = 0
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 0, 𝑅𝑅
3
= 2,8
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 1,8 + 2,8 = 4,6 (Tabelle 9 Spalte 5 Reihe 1)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 1
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 1 + 2 2 = 1
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 1, 𝑅𝑅
3
= 3,6
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 1,8 + 3,6 = 5,4 (Tabelle 9 Spalte 5 Reihe 2)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 2
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 2 + 2 2 = 2
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 2, 𝑅𝑅
3
= 4,3
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 1,8 + 4,3 = 6,1 (Tabelle 9 Spalte 5 Reihe 3)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 3
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 3 + 2 2 = 3
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 3, 𝑅𝑅
3
= 5
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 1,8 + 5 = 6,8 (Tabelle 9 Spalte 5 Reihe 4)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 4
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 6 + 2 2 = 4
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 4, diese Option ist nicht möglich
o Leer (Tabelle 9 Spalte 5 Reihe 5)
Wenn 𝑥𝑥
2
= 3, 𝑟𝑟
2
= 2,5 (aus Tabelle 6)
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 17
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 0
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 0 + 2 3 = 1
o 𝑆𝑆
2
= 1 ∉ (0, 1, 2, 3, 4) , diese Option ist nicht möglich
o Leer (Tabelle 9 Spalte 6 Reihe 1)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 0
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 0 + 2 2 = 0
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 0, 𝑅𝑅
3
= 2,8
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 2,5 + 2,8 = 5,3 (Tabelle 9 Spalte 6 Reihe 2)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 1
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 1 + 2 2 = 1
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 1, 𝑅𝑅
3
= 3,6
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 2,5 + 3,6 = 6,1 (Tabelle 9 Spalte 6 Reihe 3)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 2
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 2 + 2 2 = 2
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 2, 𝑅𝑅
3
= 4,3
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 2,5 + 4,3 = 6,8 (Tabelle 9 Spalte 6 Reihe 4)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 3
o 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 3 + 2 2 = 3
o Aus Tabelle 8, wenn 𝑆𝑆
2
= 3, 𝑅𝑅
3
= 5
o 𝑅𝑅
2
= 𝑟𝑟
2
+ 𝑅𝑅
3
= 2,5 + 5 = 7,5 (Tabelle 9 Spalte 6 Reihe 5)
Schritt 2-1-2 Optimiertes Resultat 𝑅𝑅
2
, Entscheidungsvariable 𝑥𝑥
2
und Zustandsvariable 𝑆𝑆
2
festlegen
𝑅𝑅
2
= max(𝑅𝑅
2
)
𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
Wenn 𝑆𝑆
1
= 0 (Tabelle 9 Reihe 1)
- 𝑅𝑅
2
= max(𝑅𝑅
2
) = 4,6 (aus Tabelle 9 Reihe 1 Spalte 3-6) (Tabelle 9 Reihe 1 Spalte 9)
- Wenn 𝑅𝑅
2
= 4,6 dann gibt es zwei Optionen (Tabelle 9 Reihe 1 Spalte 4 / 5), deshalb
𝑥𝑥
2
= 1 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 2 (in der Klausur muss nur ein Wert angeben werden) (Tabelle 9 Reihe 1
Spalte 8)
- 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 0 + 2 − 1 = 1 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 0 + 2 2 = 0 (Tabelle 9 Reihe 1 Spalte 7)
Wenn 𝑆𝑆
1
= 1 (Tabelle 9 Reihe 2)
- 𝑅𝑅
2
= max(𝑅𝑅
2
) = 5,4 (aus Tabelle 9 Reihe 2 Spalte 3-6) (Tabelle 9 Reihe 2 Spalte 9)
- Wenn 𝑅𝑅
2
= 5,4 dann gibt es eine Option (Tabelle 9 Reihe 2 Spalte 5), deshalb
𝑥𝑥
2
= 2 (Tabelle 9 Reihe 2 Spalte 8)
- 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 1 + 2 2 = 1 (Tabelle 9 Reihe 2 Spalte 7)
Wenn 𝑆𝑆
1
= 2 (Tabelle 9 Reihe 3)
- 𝑅𝑅
2
= max(𝑅𝑅
2
) = 6,1 (aus Tabelle 9 Reihe 3 Spalte 3-6) (Tabelle 9 Reihe 3 Spalte 9)
- Wenn 𝑅𝑅
2
= 6,1 dann gibt es zwei Optionen (Tabelle 9 Reihe 3 Spalte 5 / 6), deshalb
𝑥𝑥
2
= 2 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 3 (in der Klausur muss nur ein Wert angegeben werden) (Tabelle 9
Reihe 1 Spalte 8)
- 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 2 + 2 − 2 = 2 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 2 + 2 3 = 1 (Tabelle 9 Reihe 3 Spalte 7)
Wenn 𝑆𝑆
1
= 3 (Tabelle 9 Reihe 4)
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 18
- 𝑅𝑅
2
= max(𝑅𝑅
2
) = 6,8 (aus Tabelle 9 Reihe 4 Spalte 3-6) (Tabelle 9 Reihe 4 Spalte 9)
- Wenn 𝑅𝑅
2
= 6,8 dann gibt es zwei Optionen (Tabelle 9 Reihe 4 Spalte 5 / 6), deshalb
𝑥𝑥
2
= 2 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 3 (in der Klausur muss nur ein Wert angegeben werden) (Tabelle 9 Reihe
4 Spalte 8)
- 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 3 + 2 − 2 = 3 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 3 + 2 3 = 2 (Tabelle 9 Reihe 4 Spalte 7)
Wenn 𝑆𝑆
1
= 4 (Tabelle 9 Reihe 5)
- 𝑅𝑅
2
= max(𝑅𝑅
2
) = 7,5 (aus Tabelle 9 Reihe 5 Spalte 3-6) (Tabelle 9 Reihe 5 Spalte 9)
- Wenn 𝑅𝑅
2
= 5,4 dann gibt es eine Option (Tabelle 9 Reihe 5 Spalte 6), deshalb 𝑥𝑥
2
= 3
(Tabelle 9 Reihe 2 Spalte 8)
- 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
2
𝑥𝑥
2
= 4 + 2 3 = 3 (Tabelle 9 Reihe 5 Spalte 7)
Schritt 2-2 DP-Tabelle der Stufe 1 berechnen (Tabelle 9)
- 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
= 1 (Die Zuflüsse in den vier Quartalen betragen: 1, 2, 3 und 2 Mio. m
3
)
Schritt 2-2-1 Resultat (𝑆𝑆
1
) berechnen
𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
𝑥𝑥
1
𝑅𝑅
1
= 𝑟𝑟
1
+ 𝑅𝑅
2
- 𝑆𝑆
0
hat eine Option: 𝑆𝑆
0
= 3 (Der Anfangs- und End-Füllstand des Stausees soll bei 3
bzw. 2 Mio. m
3
liegen)
- 𝑥𝑥
1
hat vier Optionen: 𝑥𝑥
1
∊ (0, 1, 2, 3) in Annahme
Wenn 𝑥𝑥
1
= 0, 𝑟𝑟
1
= 0 (aus Tabelle 6)
- Wenn 𝑆𝑆
0
= 3, 𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
𝑥𝑥
1
= 3 + 1 0 = 4
o Aus Tabelle 9, wenn 𝑆𝑆
1
= 4, 𝑅𝑅
2
= 7,5
o 𝑅𝑅
1
= 𝑟𝑟
1
+ 𝑅𝑅
2
= 0 + 7,5 = 7,5 (Tabelle 10 Spalte 3 Reihe 4)
Wenn 𝑥𝑥
1
= 1, 𝑟𝑟
1
= 1 (aus Tabelle 6)
- Wenn 𝑆𝑆
0
= 3, 𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
𝑥𝑥
1
= 3 + 1 1 = 3
o Aus Tabelle 9, wenn 𝑆𝑆
1
= 3, 𝑅𝑅
2
= 6,8
o 𝑅𝑅
1
= 𝑟𝑟
1
+ 𝑅𝑅
2
= 1 + 6,8 = 7,8 (Tabelle 10 Spalte 4 Reihe 4)
Wenn 𝑥𝑥
1
= 2, 𝑟𝑟
1
= 1,8 (aus Tabelle 6)
- Wenn 𝑆𝑆
0
= 3, 𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
𝑥𝑥
1
= 3 + 1 2 = 2
o Aus Tabelle 9, wenn 𝑆𝑆
1
= 2, 𝑅𝑅
2
= 6,1
o 𝑅𝑅
1
= 𝑟𝑟
1
+ 𝑅𝑅
2
= 1,8 + 6,1 = 7,9 (Tabelle 10 Spalte 5 Reihe 4)
Wenn 𝑥𝑥
1
= 3, 𝑟𝑟
1
= 2,5 (aus Tabelle 6)
- Wenn 𝑆𝑆
0
= 3, 𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
𝑥𝑥
1
= 3 + 1 3 = 1
o Aus Tabelle 9, wenn 𝑆𝑆
1
= 1, 𝑅𝑅
2
= 5,4
o 𝑅𝑅
1
= 𝑟𝑟
1
+ 𝑅𝑅
2
= 2,5 + 5,4 = 7,9 (Tabelle 10 Spalte 6 Reihe 4)
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 19
Schritt 2-2-2 Optimiertes Resultat festlegen
𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
𝑥𝑥
1
𝑅𝑅
1
= max(𝑅𝑅
1
)
Wenn 𝑆𝑆
1
= 3 (Tabelle 9 Reihe 1)
- 𝑅𝑅
1
= max(𝑅𝑅
1
) = 7,9 (aus Tabelle 10 Reihe 4 Spalte 3-6) (Tabelle 10 Reihe 4 Spalte
9)
- Wenn 𝑅𝑅
1
= 7,9 dann gibt es zwei Optionen (Tabelle 9 Reihe 1 Spalte 5 / 6), deshalb
𝑥𝑥
2
= 2 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 3 (in der Klausur muss nur ein Wert angegeben werden) (Tabelle 9 Reihe
1 Spalte 8)
- 𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
1
𝑥𝑥
1
= 3 + 1 − 2 = 2 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑟𝑟 3 + 1 3 = 1 (Tabelle 10 Reihe 4 Spalte 7)
Schritt 3 Plan festlegen
- In Stufe 1 (Tabelle 10 Reihe 4 Spalte 9) ist es die globale Optimierung und es wird der
globale optimale Gewinn mit 𝑅𝑅
1
= 7,9 Mio. m
3
erreicht.
- Dazu ist die optimale Entscheidungsvariable 𝑥𝑥
1
= 2 (2 oder 3, nur eine Option muss
gewählt werden) (Tabelle 10 Reihe 4 Spalte 8) und 𝑆𝑆
1
= 2 (Tabelle 10 Reihe 4 Spalte
8)
- Wenn 𝑆𝑆
1
= 𝑆𝑆
1
= 2 (Tabelle 9 Reihe 3) dann ist die optimale Entscheidungsvariable
𝑥𝑥
2
= 2 (2 oder 3, nur eine muss gewählt werden) (Tabelle 9 Reihe 3 Spalte 8), 𝑆𝑆
2
= 2
(2 oder 1, nur eine muss gewählt werden) (Tabelle 9 Reihe 3 Spalte 7)
- Wenn 𝑆𝑆
2
= 𝑆𝑆
2
= 2 (Tabelle 8 Reihe 3) dann ist die optimale Entscheidungsvariable
𝑥𝑥
3
= 2 (2 oder 3, nur eine muss gewählt werden) (Tabelle 8 Reihe 3 Spalte 8), 𝑆𝑆
2
= 3
(3 oder 2, nur eine muss gewählt werden) (Tabelle 8 Reihe 3 Spalte 7)
- Wenn 𝑆𝑆
3
= 𝑆𝑆
3
= 3 (Tabelle 7 Reihe 4) dann ist die optimale Entscheidungsvariable𝑥𝑥
4
=
3 (Tabelle 7 Reihe 4 Spalte 8)
- Ein optimierter Plan steht: 𝑥𝑥
1
= 2, 𝑥𝑥
2
= 2, 𝑥𝑥
3
= 2, 𝑥𝑥
4
= 4
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 20
Tabelle 7. Erste Hilfstabelle für die Dynamische Programmierung.
𝑆𝑆
3
𝑆𝑆
3
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
0 1 2 3
𝑆𝑆
4
𝑥𝑥
4
𝑅𝑅
4
0 2 0 2 0 0.0
1 3 1 2 1 1.0
2 4 1.8 2 2 1.8
3 5 2.5 2 3 2.5
4 6
Tabelle 8. Zweite Hilfstabelle für die Dynamische Programmierung.
𝑆𝑆
2
𝑆𝑆
2
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
0 1 2 3
𝑆𝑆
3
𝑥𝑥
3
𝑅𝑅
3
0 3 2.5 2.8 2.8 2.5 2 / 1 1 / 2 2.8
1 4 3.5 3.6 3.5 2 2 3.6
2 5 4.3 4.3 3 / 2 2 / 3 4.3
3 6 5.0 3 3 5.0
4 7
Tabelle 9. Dritte Hilfstabelle für die Dynamische Programmierung.
𝑆𝑆
1
𝑆𝑆
1
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
0 1 2 3
𝑆𝑆
2
𝑥𝑥
2
𝑅𝑅
2
0 2 4.3 4.6 4.6 1 / 0 1 / 2 4.6
1 3 5.0 5.3 5.4 5.3 1 2 5.4
2 4 6.0 6.1 6.1 2 / 1 2 / 3 6.1
3 5 6.8 6.8 3 / 2 2 / 3 6.8
4 6 7.5 3 3 7.5
Tabelle 10. Vierte Hilfstabelle für die Dynamische Programmierung.
𝑆𝑆
0
𝑆𝑆
0
+ 𝑍𝑍𝑢𝑢
0 1 2 3
𝑆𝑆
1
𝑥𝑥
1
𝑅𝑅
1
0 1
1 2
2 3
3 4 7.5 7.8 7.9 7.9 2 / 1 2 / 3 7.9
4 5
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 21
4. AUFGABE (W ASSERWIRTSCHAFT )
In einem landwirtschaftlich geprägten Einzugsgebiet (A
E
= 32,7 km
2
) im Münsterland
soll die Wasserversorgung einer Gemeinde überprüft werden, um zukünftige Einflüsse
des Klimawandels besser abfedern zu können. Bisher wird dies durch Verrieselung
von Oberflächenwasser gewährleistet. Es muss hier aber eine zusätzliche
Wasseraufbereitung installiert werden. Eine Alternative wäre der Bau von Brunnen zur
Grundwasserentnahme. Eine weitere Alternative wäre die Nutzung einer
nahegelegenen Talsperre für eine Wasserentnahme, hierfür müssen aber neue
Leitungen verlegt und betrieben werden.
Aufgaben:
1. Begründen Sie mit einer Nutzwertanalyse, welche der drei Alternativen
(Alternative A: Wasseraufbereitung, Alternative B: Bau und Betrieb von
Grundwasserbrunnen, Alternative C: Bau und Betrieb von Leitungen zur
Talsperre) für die Wasserversorgung genutzt werden sollte.
2. Diskutieren Sie Ihr Ergebnis!
Bearbeitungshinweise:
• Die Entscheidungskriterien für die vier Ziele sind: jährliche Betriebskosten
(Wichtung: 35%), ökologische Auswirkungen (Wichtung: 15%), langfristige
Schaffung von Arbeitsplätzen (Wichtung: 35%) sowie Flächenbedarf
(Wichtung: 15%).
• Nutzen Sie die Angaben in Tabelle 11 sowie in Abbildung 5 bis Abbildung 7.
Ermitteln Sie den Zielerfüllungsgrad zu den ökologischen Auswirkungen und
zur Schaffung von Arbeitsplätzen grafisch, die beiden anderen
Zielerfüllungsgrade rechnerisch.
• Für die richtige Berechnung nach der Formel in Abbildung 5 muss der Winkel
des Arkustangens in Bogenmaß (Radiant) angegeben werden. Sollte Ihr
Taschenrechner das Ergebnis der Arkustangens-Funktion in Grad
berechnen, müssen Sie dieses Zwischenergebnis der Funktion mit π/180
multiplizieren, um auf Bogenmaß umzurechnen und zu einem korrekten
Ergebnis zu kommen.
• Rechnen Sie mit drei Nachkommastellen!
Tabelle 11. Zieldaten der drei Alternativen
Wasser-
aufbereitung
Grundwasser-
brunnen
Leitungen zur
Talsperre
Jährliche Betriebskosten [k€]
220 165 180
Schaffung Arbeitsplätze [Anzahl]
9 7 5
Flächenbedarf [ha]
3 10 8
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 22
Abbildung 5. Zielerfüllungsgrad für „Jährliche Betriebskosten“.
Abbildung 6. Zielerfüllungsgrad für „Ökologische Auswirkungen“.
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 23
Abbildung 7. Zielerfüllungsgrad für „Langfristige Schaffung von
Arbeitsplätzen“.
Lösung Nutzwertanalyse
Ermittlung des Zielerfüllungsgrads bzgl. der jährlichen Betriebskosten der
verschiedenen Alternativen über die Formel in Abbildung 5:
Wenn Taschenrechner den Arkustangens in Grad berechnet, dann muss mit dieser
Formel gerechnet werden:
Wasseraufbereitung
Wasseraufbereitung: = 0,238
Grundwasserbrunnen: = 0,851
Leitungen aus Talsperre: = 0,762
𝑦𝑦 =
1
3
arctan
𝑥𝑥 200
20
+ 1,5
𝑦𝑦 =
1
3
𝜋𝜋
180
arctan
𝑥𝑥 200
20
+ 1,5
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 24
Zielerfüllungsgrade ökologische Auswirkungen:
Wasseraufbereitung: Zielerfüllungsgrad 0,8
Grundwasserbrunnen: Zielerfüllungsgrad 0,6
Leitungen aus Talsperre: Zielerfüllungsgrad 0,4
Zielerfüllungsgrade Schaffung von Arbeitsplätzen:
Wasseraufbereitung: Zielerfüllungsgrad 0,7
Grundwasserbrunnen: Zielerfüllungsgrad 0,6
Leitungen aus Talsperre: Zielerfüllungsgrad 0,5
Zielerfüllungsgrade Flächenbedarf:
Wasseraufbereitung: Zielerfüllungsgrad = 1
Grundwasserbrunnen: Zielerfüllungsgrad = 0
Leitungen aus Talsperre: Zielerfüllungsgrad = 0,286
Nutzwerte:
Wasseraufbereitung: 0,598
Grundwasserbrunnen: 0,598
Leitungen aus Talsperre: 0,545
Antwortsatz: Die Alternativen „Wasseraufbereitung“ und „Grundwasserbrunnen“
haben beide den höchsten Nutzwert. Es muss also noch ein weiteres Kriterium
herangezogen werden, oder eine andere Methode gewählt werden (oder die Formel
für die Kosten muss überdacht werden, da es ein sehr schneller Übergang bei der
Zielerfüllung ist bei relativ nah beieinander liegenden Kosten).
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 25
THEORIEFRAGEN (W ASSERWIRTSCHAFT )
1) Welche vier Annahmen zum Optimierungsproblem liegen dem Modell der
Linearen Programmierung zugrunde?
2) Beschreiben Sie kurz das Dilemma des technischen Hochwasserschutzes.
Warum können technische Maßnahmen das Schadensrisiko geschützter
Gebiete langfristig erhöhen?
3) Wie ist das Hochwasserrisiko definiert?
REPETITORIUM W ASSERBAU UND W ASSERBEWIRTSCHAFTUNG E RGEBNISSE 26
4) In Abbildung 8 ist die Stauraumaufteilung einer Talsperre nach DIN 19700
dargestellt. Ergänzen Sie die fehlenden Bezeichnungen der Stauraumanteile in
der Abbildung.
Abbildung 8. Stauraumaufteilung einer Talsperre nach DIN 19700.